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Traumhaft gute Küsse
source: Premiere World Abonnenten Magazin,GER, date: May 2000

Bereits mit fünf Jahren sammelte George Clooney erste TV-Erfahrungen in der Talk-Show seines Onkels. Als Kinderarzt Doug ross in der Erfolgsserie "Emergency Room" (auf SUNSET) verzaubert der Mann mit dem unwiderstehlichen Blick ein Millionenpublikum. Mit dem Gangsterfilm "Out of Sight" gelang ihm der Durchbruch auf der großen Leinwand.

Vom TV-Doktor zum smarten Genteman-Verbrecher. Im Gespräch mit PREMIERE World blickt George Clooney (39) auf seine rasanten Rollenwechselzurück.

PW: George, was macht Ihnen mehr Spaß, eine TV- oder eine Filmrolle? George Clooney: Beim Film kann man proben und Szenen immer wieder Den Luxus hat man beim TV nicht. Da drückt man dir morgens deinen Text in die Hand und ruckzuck wird gedreht. Das führt zu schneller, konzentrierter Arbeit.

PW: In Hollywood gilt es als schwierig für einen TV-Star, In Filmrollen akzeptiert zu werden. Sie haben's ja nun geschafft.

Clooney: Ja? Meinen Sie? Ich bin da nicht so sicher. Ich bekomme ja doch nur Filmrollen, wenn Mel Gibson oder John Travolta gerade mal keine Zeit haben (lacht). Der Übergang zum Film war und ist tatsächlich sehr mühselig. Meine ersten Filme waren nicht gerade Blockbuster. Aber das hat mich nicht sonderlich beeindruckt.

PW: Wollen Sie damit sagen, es ist Ihnen egal,wle Ihre Filme ankommen? Clooney: Das ist mir alles andere als egal. Was ich meine, ist: Ich lasse mich von Enttäuschungen nicht leicht umwerfen. Ich habe über zwölf Jahre lausige Rollen in lausigen TV-Serien gespielt. Ich habe durchgehalten, weil ich immer hoffte, irgendwann klappt's schon. Und ich hatte Recht - "ER" kam. Das ist die wohl erfolgreichste Serie in der Fernsehgeschichte. Vielleicht kommt es ähnlich in meiner Filmkarriere.

PW: Nachdem es als Batman Nummer drei nicht so recht klappte, hatten Sie Ihren ersten großen Erfolg mit Out of Sight.

Clooney: Ich war total begeistert, als ich das Drehbuch in die Hand bekam. Schon nach den ersten vier Seiten rief ich bei meinem Agenten an und sagte: Die Rolle will ich haben.

PW: Und Jennifer Lopez? Wie zu hören war, sind Sie es gewesen, der ihr die Rolle gab?

Clooney: Nein, nein. Ich bin nur ein Schauspieler -ich kann keine Leute anheuern.

PW: Wir sprachen mit Jennifer, und sie verriet uns, dass Sie als Küsser auf der Skala von l bis 10 (mit 10 als bester Note) eine »starke Neun" sind.

Clooney: Nun bin ich aber beleidigt. Das sagt sie nur, weil ich sie nie an mich ranließ, obwohl sie stundenlang vor meiner Garderobe stand und bettelte (lacht). - Ich hoffe, Ihre Leser nehmen das nicht ernst. Es gibt schon genug Gerüchte.

PW: Kein Gerücht ist doch wohl, dass sich die Frauen an Ihre Brust werfen, wo immer Sie auftauchen?

Clooney: Schön wär's. Tatsächlich ist diese Vorstellung der reine Blödsinn: Beim Arbeiten bin ich total von der Öffentlichkeit isoliert. Und auch der Rest meiner Zeit ist fest verplant.

PW: Welche Art von Filmen können wir in Zukunft von Ihnen erwarten?

Clooney: Intelligente Thriller, mit etwas Action, etwas Romantik und viel Humor. Und natürlich muss sich am Ende immer die Hauptdarstellerin an meine Brust werfen. - Wenn mir das schon nicht in Wirklichkeit vergönnt ist, dann wenigstens im Kino.

Interview: Elmar Biebl

 

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